tage wie…
 
tage wie heut’
kalt
neblig
öde
verschlafen
und vor allem
ohne dich
möchte ich
am liebsten
gar nicht aufnehmen
in die liste
der Erinnerungen
 
 
 
Ungewollt
 
Kinzig,
zauberhafter Fluss,
tausende schöne Erinnerungen -
die du heute vernichtest, 
ungewollt.
 
 
 

Wie komme ich zurück?

 
Die Fährte im Schnee
besteht nicht mehr
der Regen hat sie weggewischt.
Fremd bin ich da -
wie komme ich zurück?
 
 
 
Wäre ich
 
Wäre ich
dem Ruf
meiner Seele gefolgt,
wäre ich nicht
im Käfig
voller Narren gelandet - 
und hätte mich
nicht wie ein Idiot gefühlt.
                                                                              
 
 
Labyrinth der Liebe
 
Mein Blick
starrt ins Leere.
 
Unruhig ist
die Seele.
 
Feucht sind
die müden Augen.
 
Der Körper zittert,
kocht wie ein Vulkan.
 
Ich befinde mich
im Labyrinth

der Liebe.

 
 
 
Absolution
 
In Ekstase und Gier
der Gefühle,
in der Explosion
zweier Körper
gibt es keine Zeit
für Lossprechung
der Sünde.
Erst nach der Ernüchterung
kommt man zur
Absolution.
 
 
 
eingeständnis
 
ich gestehe
all meine sünden
und die taten
auf die ich stolz bin
oder derer ich mich
schämen muss
ich gestehe sie
nicht dir
nicht ihr
nur mir
und gott.
 
 
 
Wenn die Wünsche…
 
Wenn die Wünsche
in Erfüllung gehen
vergisst man leicht
die vergangenen Tage,
die weniger erfreulich
gewesen sind.
Man wird leicht
überheblich,
übermütig,
egoistisch
und landet wieder
im Unglück.
 
 
 
An deinem Ufer
(gewidmet dem Fluß Nagold)
 
An deinem Ufer:
Steinchen
auf Steinchen
füge ich zusammen
und errichte ein Mosaik
des letzten Sommers:
vergossene Tränen
vorbeiströmende Liebe
verlorenes Vertrauen
und Hoffnung.
Am Ende
zertrample ich es,
gehe zu den Säufern
verweile mit ihnen
und dem Alkohol.
Die Wirklichkeit
vertreibe ich
aus dem Sinn.
 
 
 
Blühender Obstgarten
 
Der Duft des blühenden Obstgartens
lockt die Bienenschar.
Uns stehen süße Tage bevor.
 
 
 
Zauber des Sieges
 
Mit dem Wunsch, Dir zu entrinnen,
legte ich das Schicksal in Fesseln.
Den Zauber des Sieges empfand ich nie.
                                                                                                         
 
 
Hochmütige Pappeln
 
Die hochmütigen Pappeln
am Rande verstaubter Pfade
überragen meine Hoffnungen.
                                                                                                          
 
 
Ähnlichkeit
 
Es ist Herbst geworden,
die Schwalben sind weggeflogen,
und Du mit ihnen
in den warmen Süden.
 
Das Laub  ist gefallen.
 
Ich schaue mit traurigen Augen
auf die verlassenen Äste
und frage mich,
ob mir die Äste

oder ich ihnen ähnlich bin.

                                                                                                          
 
                                                                                                           
Ungeplant
 

Ungeplant war

die Begegnung mit Dir
Eruption der Gefühle

Begierde nach deinem Körper

begießen der Träne

hoffen auf Dein ja,
glaube mir
so ist es geschehen
es kam alles ungeplant

aber doch erträumt.

 
 
                                                                                                           

Unterwegs

 
Unterwegs

hat man die Zeit

zum Überlegen
wen soll man beschuldigen
wem soll man vergeben.
 

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